Das ist:
Hier geht´s nur um Astronomie.
Zunächst -trotzdem- zu
mir: Ich bin gebürtiger Frankfurter (Main), Jahrgang 50, und lebe
seit Sommer 2001 in meiner kleinen Berghütte im Oberallgäu auf etwas über 1000
müM, wo ich mitten unterm lieben Weidevieh für meine Leidenschaft recht
brauchbare Bedingungen finde.
Die warnfarbige Tonne ist mein "Celestron C8"- ein mittlerweile betagtes Spiegelteleskop mit 20 cm Öffnung in Schmidt-Cassegrain-Bauweise, das Ende der 70er, Anfang der 80er Jahre in USA gefertigt wurde und das ich Anfang 1997 gebraucht gekauft habe, nachdem mich das dringende Bedürfnis überfiel, an meine astronomische Leidenschaft aus Schülerzeiten wieder anzuknüpfen. Da ich nicht ans Stromnetz angeschlossen bin und meinen elektrischen Energiebedarf aus zwei Solarpaneelen decke, kann ich mir lange Sitzungen am PC zwecks Bearbeitung von CCD-Bildern nicht leisten.Weil ich auch keine stabilen Bäder-Temperaturen halten noch Fotochemikalien ordentlich entsorgen kann (und außerdem ein altmodischerMensch bin) halte ich meine Beobachtungen mit dem Bleistift fest.
Seit Mai 2002 habe ich meinen "Gerätepark" um einen vorzüglichen fünfzölligen f/14 Fraunhofer-Refraktor bereichert, den ich für Planeten- und Mondbeobachtungen sowie für die Sonne mit einem von Jürgen Banisch, Nürnberg, gebauten Herschelkeil benutze.
Hier
ein Bild meiner Gerätschaften, wobei der Refraktor seit Anfang Dezember 2005
nicht mehr auf der mit
7 kg Gewicht bei 2 m Rohrlänge doch etwas überforderten GP-DX Platz nehmen muß,
sondern jetzt auf einer gebraucht erworbenen schweren ATLUX thront.
Der
Stabilitätsgewinn ist gegenüber früher bemerkenswert, das Fernrohr auch bei
mäßigem Wind nutzbar.
Im
Juni 2006 habe ich mir von einem meiner holztechnisch begabten Nachbarn ein
massives Dauer-Draußen-Stativ zimmern lassen, das die Refraktor-und ATLUX-Herrlichkeit
jetzt zu tragen hat. Das soll aber gelegentlich durch eine weitere Säule
ersetzt werden.
Mit Positionskreis und Mikrometerschraube
Doppelsterne messen - seit
mehreren Jahren messe ich Abstand und Positionswinkel von Doppelsternen. Ein
ebenso unerschöpfliches wie wenig spektakuläres Betätigungsfeld
für ernsthafte Beobachter, die damit auch Sinnvolles für die Wissenschaft
beisteuern können.
Sonnenbeobachtung mittels Längstwellen-Radio.
Ich
kann eine neue, auf Basis umgewidmeter kommerzieller Gerätschaft arbeitende
Empfänger-Kombination vorstellen.
Mars
geht seiner diesjährigen Opposition entgegen, die am 3. März den
Zeitpunkt größter Erdnähe erreicht. Keine "große
Perihel-Opposition" wie etwa 2003, der Abstand zwischen den Planeten beträgt
dann immer noch 100,8 Mio km, aber immerhin eine gute Gelegenheit, die Details
auf der Oberfläche unseres äußeren planetaren Nachbarn zu beobachten.
Hier das Ergebnis einer Beobachtung des 10 Bogensekunden messenden "Scheibchens"
vom 17. Januar:
Die Zeichnung zeigt den Planeten nach dem Anblick durchs astronomische Fernrohr:
Süden ist oben, Norden unten, Westen links und Osten rechts.
Auffällig die weiße Kappe des ausgedehnten Nordpolar-"Eises"
aus gefrorenem Kohlendioxid. Darüber ein dunkler Kragen -. abgetaute Sanddünen.
Die dunkleren Flecken darüber sind die als Mare Acidalium und Nilokeras
bekannten Marsformationen.
Oben rechts der dunkle Fleck ist Solis Lacus.
Auffällig war weiter ein weißer Rand entlang des Osthorizonts des
Planeten - eine atmosphärische Erscheinung.
Und
hier eine weitere Auswahl der Ergebnisse meines "zeichnerischen Schaffens":
Ein kleiner Exkurs zu visuell erzielten Ergebnissen
fortlaufender visueller Jupiterbeobachtung anhand der über die Opposition 2001/2002
zu verfolgenden Entwicklung eines "dark rift" im NEB.
Ferner: Marszeichnungen der „großen Opposition“des Jahres 2003, und zwar
als "Galerie" der in fast täglicher
Abfolge erstellten Zeichnungen im Juni/Juli 2003. Dazu
verweise ich auch auf die homepage von Matthias
Juchert; wir versuchten 2003 (ist schon eine Weile her...) ein gemeinsames
Mars-Beobachtungsprojekt:
Er von Brandenburg, ich vom Oberallgäu aus. Wir haben einen Beobachtungs- und
Erfahrungsbericht fertiggestellt, der hier
zu lesen ist.
Die Erfahrungen mit meinem C8 und dem Skysensor 2000 PC - mit einigen Reparaturtips. Dazu erste Erfahrungen und eine summarische Bewertung der seit 2011 mit der ATLUX eingesetzten Steuerung FS-2.
Die Sonnen-Seite mit gezeichneten Flecken-Serien.
Vielleicht finden Sie dabei ja etwas, das für Sie von Interesse ist, das würde mich freuen.
Weitere interessante Beiträge vieler Autoren, eine auf den Beobachtungen zahlreicher Amateurastronomen basierende deep-sky-Datenbank und vieles mehr finden Sie auf Harald Rottensteiners Website .
Für nützliche Hinweise möchte ich mich bei Cai-Uso Wohler bedanken, auf dessen homepage Sie nicht nur umfangreiche Ergebnisse visueller Jupiter- Planeten-und Sonnenbeobachtung sondern auch sehr brauchbare Hilfsmittel zur Ermittlung und Vorausberechnung von Zentralmeridianen finden.
Die Beiträge wurden zuletzt aktualisiert am 20. Januar 2012.
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