Meines Großvaters Doppelsterne

Doppelsterne hatte ich in meiner bisherigen Amateurzeit eigentlich nur sehr gelegentlich beobachtet, meist um die Leistungsfähigkeit meiner Teleskope und den Erfolg von Justierarbeiten zu testen; wahrscheinlich halten es die meisten Amateurastronomen nicht anders.

Indessen sind diese Konstellationen durchaus interessant und ist ihre Beobachtung über lange Zeiträume von wissenschaftlichem Wert: Da Doppelsterne auf ihren Wegen umeinander den Gesetzen der Himmelsmechanik folgen, eröffnet das die Möglichkeit, über die Erfassung ihrer zueinander wechselnden Örter im Lauf der Zeit


- die wahren Bahnen,

- die Gesamtmasse des Systems

- und die Einzelmassen der beteiligten Komponenten zu erfahren.

Man kann mit Recht sagen, daß die Beobachtung von Doppel-und Mehrfachsystemen die Möglichkeit eröffnet, Sterne zu wiegen.

Daß ich dazu gekommen bin, Doppelsterne messend zu beobachten, ist nicht zuletzt eine Konsequenz aus dem mittlerweile erreichten Lebensalter - in mehrfacher Hinsicht: Ich bin jetzt 58 Jahre alt und habe in den letzten Jahren doch zunehmend die Erfahrung machen müssen, daß meine Augen weniger lichtempfindlich sind, jedenfalls schneller ermüden, als das noch vor einigen Jahren der Fall war. Also habe ich mich von der früher nicht ohne Erfolg betriebenen visuellen Jagd nach lichtschwachen deep-sky-Objekten verabschiedet...

Weiter wird das voranschreitende Lebensalter -jedenfalls bei mir- mit einem gewissen Zuwachs an Beobachter-Geduld kompensiert, sodaß ich jetzt Befriedigung darin finde, eine halbe Stunde an einem wenig spektakulären Sternpaar rumzumessen, was mich früher wohl fürchterlich genervt hätte. Schließlich ist mir eine etwas verblichene Broschüre wieder in die Hände gefallen - sie stammt von meinem Großvater mütterlicherseits, den habe ich nie erlebt, weil er schon 1942 verstorben ist. Der Titel der 1922 im Verlag von Gustav Fischer, Jena verlegten Broschüre von 58 Seiten Umfang:

 

Anleitung zur Himmelsbeobachtung mit kleinen Fernrohren von Hans Lietzmann.  

Mein Großvater, von Beruf Professor für alte Kirchengeschichte, war ein begeisterter Amateurastronom. Einer von denen, die nicht nur gucken, sondern ihre Beobachtungen sammeln, auswerten, dabei messen und rechnen... Von seinen astronomischen Hinterlassenschaften ist nur besagtes Bändchen auf mich gekommen, seine Kollektion feinster ZEISSscher Fernrohre auf uhrwerk-getriebenen Montierungen hat zwar die Bomben und die Russen in Berlin überstanden - ist dann aber im Winter 1946 doch in Bohnenkaffee und Lucky Strikes umgetauscht worden. Ich kann es meiner Großmutter nicht verübeln...

 

 

Jedenfalls war mir diese Broschüre anfangs meiner astronomischen Passion, da war ich 14 Jahre alt, der erste Wegbereiter an den Sternenhimmel. Neben Hinweisen zum Umgang mit Fernrohren und Anleitungen zum Auffinden vieler Nebel und Haufen enthält das Büchlein zahlreiche Hinweise auf Doppelsterne - jeweils mit angegebenen Abständen und Positionswinkeln und Nummer des heute nicht mehr benutzten "Ambronnsche Sternverzeichnis" - wie nachstehend auszugsweise:

 

 

 

 

Auf meiner Suche nach sinnvollen neuen astronomischen Betätigungsfeldern hat mir das Heft den entscheidenden Anstoß gegeben, mich mit Amateurmitteln an Doppelsternen zu versuchen.

 

 

 

 

 

Mein Großvater muß einiges an Meßgerätschaften besessen haben, darunter sowohl den zur Ermittlung des Positionswinkels benötigten Positionskreis von ZEISS als auch das ZEISSsche Schraubenmikrometer mit beleuchtetem Fadenkreuz.


Beides wird heute nicht mehr hergestellt - das Mikrometer von ZEISS, links eine Abbildung aus der Broschüre, ist wohl zu einem gesuchten und entsprechend teuren Sammlerstück geworden.

Jedenfalls keimte der Wunsch, die zahlreichen von Hans Lietzmann 1922 beschriebenen und mit präzisen Angaben versehenen Doppelsterne doch einmal darauf hin zu untersuchen, ob sich in der Zwischenzeit von mehr als 85 Jahren etwas mit Amateurmitteln Meßbares an Abständen und Winkeln geändert haben mag...

Immerhin ein Unterfangen, das über die von ihm angeführten Doppelsterne hinaus -die in der Regel am Auflösungsvermögen eines vierzölligen Refraktors ihre Grenze finden - auf ein schier unerschöpfliches Reservoir an Kandidaten zurückgreifen kann.

                

Da ich weder fotografisch noch mit elektronisch abbildenden Hilfsmitteln arbeiten kann - ich lebe ja in der Berghütte ohne Wasser/Kanal, Zentralheizung und ohne Anschluß ans Stromnetz, mein 12V- Strom kommt nur spärlich aus zwei Solar-Paneelen,  - war von Anfang an klar, daß mir für Doppelstern-Messungen nur die altmodische Methode in Betracht kommt, nämlich mit Positionskreis und Mikrometerschraube zu arbeiten.

Die Anschaffung des Positionskreises machte keine Schwierigkeiten - es gelang mir alsbald, einen ZEISS-Positionskreis fast ungebraucht günstig zu erwerben. Da der mit dem ZEISS-typischen M-44 Gewinde versehen ist, habe ich mir vom Gerd Neumann in Münster Adapter drehen lassen.

Schwieriger war es, ein Fadenkreuz-Okular mit Mikrometerschraube, zumal beleuchtet, zu beschaffen. Mangels Nachfrage wird sowas für Amateurzwecke offenbar nicht mehr hergestellt. Nach einiger Suche ist es mir dann gelungen, ein russisches Fadenkreuzmikrometer FM 16 Fabrikat LOMO aufzutreiben, das für den Einsatz am Mikroskop gedacht war. Das Ding gibts bei B-W Optik; es ist solide aufgebaut, leichtgängig und mit einer fein und spielfrei agierenden Mikrometerschraube ausgerüstet. Außerdem kann man es gut zerlegen und die Komponenten nach Bedarf weitgehend frei zueinander justieren. Da das LOMO-Meßokular keine feste Markierung hatte, auf die der Bezugsstern eingestellt und gegen die das bewegliche Fadenkreuz dann auf den anderen Stern hin verschoben werden kann, mußte diese nachträglich angebracht werden. Ich habe das schließlich mit dem ganz zarten Strich eines Werkzeugs zum Glasritzen auf dem okularseitigen gläsernen Markierungsträger erledigt. Ging erstaunlich gut - hätte aber auch schiefgehen können...
Da das Mikrometer einen anschlußseitigen Durchmesser von 25mm hat, mußte noch ein entsprechender Adapter gedreht werden, um an 1 1/4 Zoll anzuschließen.

Das Okular hat f=16mm - etwas knapp für enge DS, da die resultierende Vergrößerung am C8 dann nur 130-fach beträgt. Daher beabsichtige ich, das bei Gelegenheit mit einer einschraubbaren kurz bauenden Barlow-Linse nachzubessern.

Links ein Bild meiner Schätze.


Zunächst hatte ich einen gebraucht erworbenen Dunkelfeld-Tubus - Mikroskopzubehör von ZEISS - eingesetzt. Der war notwendig, um das Gesichtsfeld stufenlos so weit aufzuhellen, daß ich die fein geätzten Markierungen auch gegen den Himmelshintergrund erkennen konnte.
Indessen habe ich von dessen Verwendung inzwischen Abstand genommen: Denn er ist 15 cm lang, verschiebt den Schwerpunkt des Teleskops daher erheblich und verursacht allein durch den langen Hebel eine auch in nur geringfügigem Maße höchst unerwünschte Wackelei.

Also wurde das anders gelöst: Ich habe eine kleine rote Leuchtdiode (LED) in den Lichtweg etwa 8cm mittig vor die Feldlinse des Okulars gebracht. Die leuchtet das Gesichtsfeld von knapp 17´ gerade aus. Dazu braucht es je zwei gegenüberliegende 1,5mm-Bohrungen in den Reduzierstutzen, um die recht steifen Anschlußdrähte -isoliert natürlich- durchzuführen. Durch die zweite Bohrung wird parallel ein weiterer Draht geführt und direkt vor und hinter der Bohrung mit dem Anschlußdraht verlötet, um die Position der LED zuverlässig zu fixieren. Die naheliegende Befürchtung, daß sich diese Konstruktion störend auf die Abbildungsqualität auswirkt, hat sich nicht bestätigt. Jedenfalls nicht bei noch mäßiger Vergrößerung.

Die LED lasse ich über einen regelbaren Vorwiderstand von 120kOhm an 12V mehr oder weniger schwach glimmen - das reicht zum zuverlässigen Erkennen der Meßmarken und überstrahlt erst Begleitsterne schwächer als 9m5. Außerdem habe ich in die Zuleitung einen Tastschalter gelegt, der es mir erlaubt, die Feldaufhellung während des Beobachtens an- und auszuschalten, was beim Positionieren schwacher Sterne sehr hilfreich ist.

Und so sieht das C8 dann mit komplett angesetztem „Meßgeschirr“ aus:


Alles in allem habe ich für die Anschaffung der Gerätschaften rund 500,- € aufgewendet

 

Die Technik des Messens von Doppelsternen ist ziemlich einfach:
Wie mit dem Positionskreis umzugehen sei, lehrt bereits Großvater Lietzmann:

 

"Ein Wort ist noch über den Positionskreis zu sagen: Das ist eine in 360° rechtsumlaufend (entgegen dem Uhrzeigersinn) geteilte Kreisscheibe, die man mit einem Fadenmikrometer verbinden kann. Der Nullpunkt ist unten. Man stellt das Mikrometer richtig ein, indem man den Faden auf 90° bringt und prüft, ob nun ein beliebiger Probestern auf dem Weg durch das Gesichtsfeld genau an ihm entlang läuft, d.h. man stellt ihn dem Parallelkreis am Himmel parallel. Dann muß bei parallaktischer Aufstellung des Rohres der Zeiger des Positionskreises auf 0° stehen; eventuell ist zu korrigieren. Will man nun den Winkel messen, den zwei Sterne mit der Meridianlinie 0° bilden, so dreht man den Faden rechts herum, bis er genau die Lage der Doppelsterne hat, d.h. bis beide ihn gleichzeitig passieren, und liest dann die Drehung, den Positionswinkel (p) am Kreise ab."

 

 

Das Messen mit der Mikrometerschraube bedarf keiner großen Erläuterung. Die erste Maßnahme besteht jedenfalls darin, diese zu eichen: damit man weiß, wieviele Bogensekunden auf einen Teilstrich gehen. Dazu hatte ich zunächst die Mikrometerschraube an Mizar, dessen aktuelle Distanz gut bekannt ist, probiert. Und so für meine Meßschraube zunächst einen Wert von 0,729"/ Teilstrich erhalten. Mit diesem Reduktionsfaktor habe ich dann eine gute Weile gearbeitet - bis ich an Delta Ori/Mintaka die umgebaute Feldaufhellung erproben wollte. Die in zwei Nächten jeweils 62 abgelesenen Einheiten entsprachen danach einer Distanz von 45". Die ließen sich allerdings mit den Angaben im Bright Star Catalogue, die zwischen 51,5" und 52" schwanken, nicht mehr vereinbaren.
Ich habe mich dann etwas ratlos an Wolfgang Vollmann in Wien gewandt und der versierte Doppelstern-Beobachter teilte mir mit, daß seine aktuellsten Messungen ebenfalls bei 53" lägen??  Die Lösung ergab sich schließlich aus Folgendem: Zunächst ist eine einzige Referenzquelle schlicht zu wenig - ich habe die Meßschraube danach an 5 weiten Doppelsternen probiert und die Werte gemittelt. Außerdem hatte sich durch den Wegfall des langen Hellfeld-Tubus die Fokuslage des SC geändert - und damit systembedingt auch die Brennweite. Deren Verringerung resultiert in geringerer Vergrößerung - und einem größeren Reduktionsfaktor.

Schließlich stieß ich beim Durchforsten älterer Literatur zur visuellen Beobachtung von Doppelsternen auf die einfachste und zugleich genaueste - und eigentlich auch naheliegendste - Methode, die Meßschraube zu eichen:

Indem man nämlich bei abgeschalteter Nachführung die Durchlaufzeit eines Sterns zwischen zwei Meßmarken mit definiertem Abstand stoppt. Dazu wählt man einen möglichst großen Fadenabstand und nimmt einen Stern mit höherer Deklination - weil der "langsamer" läuft und daher der Durchgangszeitpunkt leichter zu bemerken ist.

Ich habe wieder Mizar genommen und meine Meßschraube auf genau 300 Einheiten auseinandergedreht. Aus fünf Durchlaufzeiten erhielt ich so eine Durchnittszeit für die Passage von 300 Abstand-Einheiten mit 30,88".
Da eine Sternzeitsekunde am Himmelsäquator 15 Bogensekunden entspricht, und Mizar eine Deklination von 54° 56´ hat, ergibt sich nach der bekannten Formel

t x 15,0411 x cos Dekl = Strecke in Bogensekunden

(wie sie ja auch zur Bestimmung des Gesichtsfelds von Okularen verwendet wird) bei mir die Rechnung

30,88 x 15,0411 x 0,5745 (= cos 54° 56´) = 266,83". Dies also der Abstand zwischen 300 Schrauben-Einheiten; also entspricht eine Einheit 266,83/300, das sind 0,889" pro Teilstrich.

Jede Messung wird möglichst zweimal ausgeführt. Beim Messen der Abstände dergestalt, daß einmal der Hauptstern und einmal der Begleiter "fixiert" und jeweils die andere Komponente mit der Meßmarke angefahren werden. Ebenso wird der Positionswinkel einmal "von links" und einmal "von rechts" angefahren.
Die Ergebnisse werden notiert und ausgemittelt. Ich kann sagen, daß die Abweichungen bei Messungen des Positionswinkels unter den Einzelmessungen bei maximal +/-2° und bei den Distanzen um +/- 1 Teilstrich entsprechend etwa 1,8" liegen. Typischerweise ist die Genauigkeit erheblich besser, das hängt aber auch vom seeing  und der Zenithdistanz des Sterns ab. Da ich aus Stabilitäts- und vor allem Orientierungsgründen keinen Zenithspiegel einsetze, schaffen zenithnahe Sterne gewissen "Verrenkungsfaktor" - was die Meßqualität eindeutig beeinträchtigt. Einschränkend muß ich den von mir angewandten Methoden "all´antica" außerdem attestieren, daß sie bei mir (Vergrößerung, Öffnung...) wirklich verläßliche Ergebnisse erst ab Distanzen > 6" liefern. Dann allerdings sind sie recht brauchbar und mit den Katalogangaben konsistent.

Inzwischen
-im Sommer 2011- verfüge ich doch über einige Erfahrung auf dem Gebiet der visuellen Messung von Doppelsternen. Die möchte ich wie folgt zusammenfassen:

Ich bin dazu übergegangen, meine Objekte nach bestimmten Kriterien auszuwählen:
Neben den der beschriebenen Leistungsfähigkeit des Instrumentariums (Abstand>6", Helligkeit<10m) ohnehin geschuldeten Einschränkungen konzentriere ich mich auf Paare, bei denen eine signifikante Änderung von Positionswinkel und/oder Abstand in überschaubaren Zeitspannen dokumentiert ist. Es erscheint mir wenig sinnvoll, wenn ich mit meinem beschränktem Zeit-und Ausrüstungsbudget Paare durchmesse, die seit 150 Jahren weitgehend konstantes Theta und Rho zeigen...

Reizvoll, das aber nur im Erfolgsfall, weit überwiegend jedoch erfolglos ist die Suche nach "neglected binaries" - Doppelsternen, die seit geraumer Zeit nicht oder unzuverlässig beobachtet wurden und deren Koordinaten meist ungenau oder fehlerhaft angegeben sind.

Ganz wichtig ist die Vorbereitung einer Beobachtungsliste für die "Sitzung". Ich mache das so, daß ich mir aus dem sehr empfehlenswerten "Double Star Atlas" von Mullaney und Tiirion nach Separation und Komponentenhelligkeit, zudem etwa im gleichen Feld liegende Objekte heraussuche. Ich schaue danach im WDS nach den genauen Koordinaten -leider ist der Double Star Atlas in RA nicht hinreichend präzise- und prüfe, ob sich in Distanz (Theta) und Abstand (Rho) "etwas getan" hat. Daraus bereite ich dann meine nächtliche Liste vor, meist so an die 8 Paare.
Weiter hat es sich als sehr hilfreich erwiesen, bei der Montierung kräftig nachzulegen: Ich benutze jetzt eine alte Vixen ATLUX, die an sich für ein C8 völlig überdimensioniert erscheinen mag. Zusammen mit einer FS2 Steuerung von Michael Koch für die Schrittmotoren ergibt sich aber ein wunderbar stabiles und feinfühliges Arbeiten am Doppelstern, das den Aufwand bei weitem lohnt. Das trägt sehr zum entspannten Beobachten bei und steigert die Genauigkeit der Messungen. Außerdem ist die Präzision des Positionierens dem Skysensor mit der GP-DX überlegen. Auf der anderen Seite erledigt die FS2 ihre Arbeit entschieden gemächlicher - mit einer maximalen Poitioniergeschwindigkeit von 32x...

In jedem Fall unabweislich ist es, den WDS heranzuziehen: der Katalog des Washingtoner Naval Observatory ist die fundamentale Quelle für alle Informationen über Doppelsterne.
http://ad.usno.navy.mil/proj/WDS/

Weiter ist es sehr empfehlenswert, sich bei der mailing-Liste der Doppelsternbeobachter anzumelden:
http://groups.yahoo.com/group/binary-stars-uncensored/

und sich das "JDSO - Journal of Double star Observers", eine vierteljährlich erscheinende Publikation der University of South Alabama übers Internet zu besorgen: http://jdso.org/

Der Nachteil der beschriebenen Methode besteht darin, daß die Genauigkeit der Ergebnisse sicher geringer ist als bei interferometrischer Methode oder dem Einsatz von CCD-Kameras mit anschließender Auswertung anhand von CD-ROM-Kartenwerken. Letztere Methode ermöglicht insbesondere den Nachweis von Eigenbewegungen und somit das Ausscheiden rein optischer Doppelsterne. Das insbesondere bei Systemen mit geringem Abstand. Auch müssen die altmodischen Gerätschaften erst mit Aufwand und Geduld beschafft und dem Verwendungszweck angepaßt werden.

Ein nicht zu unterschätzender Vorteil des beschriebenen „handwerklichen“ Vorgehens ist dagegen die Schnelligkeit, mit der brauchbare Ergebnisse erzielt werden: Nach etwas Übung läßt sich ein System in einer guten halben Stunde aufsuchen und ausmessen; wenn man sich einigermaßen räumlich  bei einanderliegende Systeme für die Sitzung aussucht, lassen sich ohne weiteres 5 - 6 Sternpaare in zwei Stunden „durchmessen“. Man erhält sofort Ergebnisse - und die Resultate liegen durchaus im Rahmen...

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